Aufgrund der Veränderungen des Ökosystem Ostsee, die sich in der zweiten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts zu trugen, wurde von den Anrainerstaaten umzusetzende Maßnahmen (u. a. Baltic Sea Action Plan) beschlossen um einen guten Zustand der Ostsee zu erreichen. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen auch im Hinblick des zu erwartenden Einflusses von Klimaänderungen zu untersuchen, wurden und werden am HLRN Experimente mit einen Ökosystemmodell der Ostsee durchgeführt, die sowohl den gegenwärtigen Zustand als auch die zukünftige Entwicklung des Ökosystem der Ostsee simulieren. Dieses Ökosystemmodell besteht aus einer Kopplung eines Zirkulationsmodells (MOM) und einem biogeochemischen Modell (ERGOM) und berechnet die physikalischen Zustandsvariablen Temperatur, Salzgehalt und Strömung sowie die Nährstoffe Ammonium, Nitrat, Phosphat. Zusätzlich wird die Entwicklung des Phytoplankton der drei wichtigsten Gruppen, der Sauerstoffgehalt des Wassers sowie die Speicherung und die Freisetzung von Nährstoffen im Sediment berechnet. Die derzeit laufenden Simulationen am HLRN basieren auf einem 224x242x77 Gitterpunkte umfassenden Grid mit einer horizontalen Auflösung von ca. 5km. Aufgrund dieser groben räumlichen Auflösung lassen sich die küstennahen Gewässer, insbesondere die an die Ostsee direkt angrenzenden Haffe und Bodden, nur unzureichend simulieren. Aufgrund der herausragenden Bedeutung, der in diesen lokal begrenzten Ökosystemen stattfindenden Transformationsprozesse von Nährstoffen aus dem Einzugsgebiet und die daraus resultierenden Auswirkungen für das lokale Ökosystem, das Gesamtökosystem der Ostsee und insbesondere dessen Küstengewässer, ist es notwendig, diese gesondert auf einem angepassten hoch aufgelösten Gitter mit einer angepassten zeitlichen Auflösung zu simulieren.