Die Belastung von Flugzeugen bzw. Flugzeugteilen ist in einer turbulenten Atmosphäre ungleich höher als bei homogener Anströmung. Dabei stellt die Unvorhersehbarkeit plötzlich auftretender Turbulenz in Bodennähe, speziell im Landeanflug, eine besondere Schwierigkeit dar. Besonders kräftige konvektive und turbulente Strukturen treten beim Überfliegen von heterogenem Gelände auf, also z.B. über landwirtschaftlich unterschiedlich genutzten Flächen. An Waldkanten und ähnlich signifikanten Änderungen können sich sogar interne turbulente Grenzschichten bilden. Um solche turbulenten Strömungen simulieren zu können, muss das numerische Modell in der Lage sein, turbulente Strukturen über mehrere Größenordnungen hinweg korrekt darzustellen. In der Atmosphäre treten turbulente Wirbel auf, die von mehreren hundert Metern bis zu wenigen Millimetern Durchmesser reichen können. Da es mit heutiger Computertechnologie nicht möglich ist, atmosphärische Strömungen über so viele Skalen direkt zu simulieren, wird in diesem Projekt die Detached Eddy Simulation (DES) verwendet, deren Ziel es ist die Vorteile von Reynolds Averaged Navier Stokes (RANS)- und Large-Eddy Simulation (LES)-Rechnungen zu kombinieren. Im vorliegenden Projekt werden verschiedene Simulationen atmosphärischer Turbulenz durchgeführt. Zur Beurteilung der Qualität der Simulationsergebnisse werden die Rechnungen mit Ergebnissen des Parallelized Large-Eddy Simulation Modells (PALM) des Meteorologischen Institutes der Leibnitz Universität Hannover verglichen und ein Vergleichsexperiment im Windkanal des Instituts für Strömungsmechanik der TU Braunschweig durchgeführt.