Die numerische Strömungssimulation spielt bei der Entwicklung neuer Flugzeuge eine wichtige Rolle. Entscheidend für die Qualität der Strömungslösung ist die richtige Vorhersage turbulenter Größen, die durch geeignete Ansätze modelliert werden müssen. Als vielversprechend erweisen sich die sogenannten Reynolds-Spannungsmodelle (RSM), die wegen ihres erhöhten Rechenaufwandes bisher wenig genutzt wurden. Durch die steigenden Rechenleistungen der letzten Jahre wächst nun das Interesse an den physikalisch fundierteren Reynolds-Spannungsmodellen auch in der industriellen Anwendung. Ein in den DLR-TAU-Code implementiertes Reynolds-Spannungsmodell nach Jakirlić und Hanjalić wird am Institut für Strömungsmechanik der TU Braunschweig auf seine Anwendbarkeit für relevante Problemstellungen in der Flugzeug-Aerodynamik untersucht. Zu diesem Zweck werden verschiedene bekannte Testfälle nachgerechnet, anhand derer die Qualität des Turbulenzmodells nachgewiesen werden soll. Für das vorliegende Projekt wurde ein transsonischer Testfall (ONERA M6) und ein Hochauftriebssystem (TC 214) ausgewählt.